Heiligenhäuschen und Bildstöcke in Scharmede- Teil 10: Herz Jesu

Sie ist die 4. Station der Fronleichnamsprozession.
Die Wegekapelle Herz Jesu finden wir gegenüber der Kirche. 1909 errichtete die Familie Käuper dieses Häuschen aus Backsteinen im neugotischen Stil.
Die ursprünglich 4. Station der Prozession war das Heiligenhäuschen bei Stuten ( heute Lange). Da es laut Chronik von 1909 nicht besonders geeignet lag, erbaute der Ackerwirt Anton Käuper in seinem an der Dorfstraße und Bahnhofstraße gelegenen Garten ein hübsches, großes Heiligenhäuschen, bei welchem dieses Jahr zum ersten Male der vierte Segen gegeben
wurde.
Im Mai 2023 wurde das Heiligenhäuschen von der Familie Käuper komplett saniert und
mit folgender Inschrift versehen:
Andere bauten für uns
wir bauen der Nachwelt zum Dank
was wir empfingen zuvor
geben wir weiter als Pflicht
Die Kapelle hat eine große, zweiflügelige Eingangstür mit schmiedeeisernen Gittern und Seitenfenster aus Bleiglas.
Im Inneren befindet sich eine Herz-Jesu-Statue. Das Herz Jesu ist ein Symbol für die Liebe Gottes zu den Menschen.
Die Herz-Jesu-Verehrung ist seit 1281 nachgewiesen und geht auf Gertrud von Helfta zurück. Am 27. Januar 1281 hatte sie eine Vision: Sie wurde von Jesus Christus in die Nachfolge gerufen; er hob sie über eine Dornenhecke zu sich und führte sie davon. Vor ihrer Bekehrung wollte sie den Männern in nichts nachstehen; von ihren damaligen Anstrengungen hatte Jesus in der Berufungsvision gesagt: “Bisher hast Du mit meinen Feinden vom Staub der Erde gegessen und aus ihren Dornen ein paar Honigtropfen gesaugt. Komme zu mir – ich will dich trunken machen mit dem Strom meiner göttlichen Wonnen.” In den nächsten Jahren wurde diese mystische Christusbeziehung stetig vertieft und entfaltet.
In ihrer heutigen Form geht die Herz-Jesu-Verehrung schließlich auf die hl. Margaretha Maria Alacoque zurück. In den Jahren 1673 – 1689 erscheint ihr der Herr und lässt ihr in einigen Visionen Mitteilungen und Offenbarungen zuteil werden.
Einmal, als sie vor dem Tabernakel betet, erscheint ihr der Heiland und zeigt ihr seine durchbohrte Seite und sein mit Dornen umwundenes, göttliches Herz. Er fordert sie auf, dafür zu sorgen, dass seinem Herzen öffentliche Verehrung zuteil werde: aus Liebe zu Seiner großen Liebe und zur Sühne für die unzähligen Beleidigungen von Seiten der Menschen.
Das Herz Jesu Fest wird am dritten Sonntag nach Pfingsten gefeiert.
Theaterdeele startet Verkauf der Tickets
Nach vier Jahren Unterbrechung führt die Theaterdeele Scharmede endlich wieder ein Theaterstück in der Schützenhalle Scharmede auf. Dieses Mal entführen wir Sie mit dir Komödie „Napoleon lebt“ von Martina Worms in das Scharmede der 50er Jahre.
Das Ensemble hat wie immer intensiven Feinschliff an der Textvorlage betrieben und probt gerade mit viel Engagement für reichlich Amüsement bei den Aufführungen. Wir können es kaum erwarten, dass es heißt: „Vorhang auf“!
In diesem Jahr gibt es drei Möglichkeiten, Eintrittskarten für unsere Aufführungen zu erwerben
- Online auf unserer Homepage http://www.theaterdeele.de
- Am 20.8. beim Dorffest auf dem alten Sportplatz
- Ab dem 4. Oktober in der Volksbank Scharmede während der Öffnungszeiten: Mo, Do und Fr: 9-12 Uhr, Mi 14-16.30 Uhr, Do 14-18 Uhr
Unsere Aufführungstermine in dieser Spielsaison:
- Premiere am Samstag, 21.10.2023 um 19 Uhr
- Samstag, 28.10.2023 um 19 Uhr
- Sonntag, 29.10.2023 um 19 Uhr
- Dienstag, 31.10.2023 um 20 Uhr
- Samstag, 4.11.2023 um 19 Uhr
- Sonntag, 5.11.2023 um 16 Uhr
- Freitag, 10.11.2023 um 20 Uhr
Bei den Abendveranstaltungen erfolgt der Einlass eine Stunde vorher, bei den Sonntagsterminen mit Kaffeetrinken bereits um 14:45 Uhr.
Weitere Information zum Stück gibt es auf unserer Homepage http://www.theaterdeele.de
Heiligenhäuschen und Bildstöcke in Scharmede- Teil 9: Heiliger Josef (I)

Es ist die 3. Station der Fronleichnamsprozession.
Dem Josef sind in Scharmede mehrere Häuschen gewidmet. Dieses finden wir in der Ecke Triftstraße/ Küferweg.
Hier handelt es sich um eine Wegekapelle. Anna Eikel ließ diese 1912 aus Anlass des Todes ihres Mannes errichten.
Es ist mit den Ecktürmchen mit Fialen, Spitzbögen und Maßverzierungen ein Musterbeispiel für den neugotischen Baustil.
Auf dem rechts abgebildetem Bild sieht man eine Bauzeichnung der

Wegekapelle (StadtA SK, Bauakten)
Wegen der Ausführung mit ausgefallenen Ziegelsteinen (Sonderformate, Zier- und Schmuckformen) hat diese einen besonderen Stellenwert. Zum Vorgang gibt es einen umfangreichen Schriftverkehr.
Die Inschriften an den zwei Seiten des Heiligenhäuschen zeugen von besonderem Vertrauen in Gott, da Anna Eikel nach dem Tod ihres Mannes ihre zahlreichen Kinder, die jüngsten waren gerade drei Jahre alt, allein durchbringen musste.
Auf der linken Seite finden wir die Inschrift:
„Jesus, Maria, Josef, euch schenke ich mein Herz und meine Seele.“
Auf der rechten Seite die Inschrift:
„Jesus, Maria, Josef, steht mir bei im letzten Todeskampf.“
Im Inneren befindet sich eine typische farbig gefasste Gipsfigur des Heiligen Josefs im neugotischen Nazarenerstil.
Josef gilt als Pflegevater Jesu und ist somit u.a. auch Schutzpatron der Familien, Eheleute und seit 1870 auch der Kirche.
Aufgrund seines Berufes ist er auch Schutzpatron der Zimmerleute und, abgeleitet aus der Weihnachtsgeschichte, auf der Suche nach einer Unterkunft, wird er auch heute noch bei der Suche nach einer neuen Wohnung angerufen.
Den Namenstag des Heiligen Josef feiern wir am 19. März.
Scharmede und Cerisy-la-Forêt feiern 50 jähriges Bestehen der Partnerschaft
Scharmede und Cerisy-la-Forêt feiern 50 jähriges Bestehen der Partnerschaft
Am letzten Wochenende des Juli feierten Scharmeder mit ihren Freunden in Cerisy-la-Forêt das 50 jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen diesen beiden Orten. Dazu hatten sich 53 Personen auf den Weg gemacht sowie zusätzlich 28 Musiker der Musikkapelle Jugendlust mit ihren Partnern. Zur Reisegruppe gehörte auch Bürgermeister Ullrich Berger mit seiner Ehefrau Angelika sowie Pastor Rainer Vorsmann.
Die Scharmeder kamen gegen 19 Uhr in Cerisy an und wurden in der Nähe der Abteikirche am Teich der Mönche aufs Herzlichste empfangen. Jeder erhielt zum Zeichen des Jubiläums einen Button mit dem Logo des Jubiläums. Die Musiker waren in einem Hotel in St. Lô untergebracht, alle anderen in Familien.
Am Samstagmorgen starteten alle nach Granville, wo auf dem Schiff „Belle France“ zuerst ein Buffet angerichtet worden war und wo man mit einsetzender Flut zu einer Bootstour durch die Bucht des Mont St. Michel aufbrach. Danach war noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtbummel.
Am Abend traf man sich wieder im Festsaal des Nachbarortes St. Marguerite d’Elle, weil der Festsaal in Cerisy-la-Foret gerade renoviert wird. Dieser Saal war festlich geschmückt, die Musik hatte sich auf der Bühne aufgebaut und nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees von Cerisy, Alain Ledoux, zeigte Benoit Helaine zuerst eine Videocollage, die die Partnerschaft beleuchtete. Der Titel lautete: „Die Baskenmütze verbindet“. Das Video begann mit einer Szene in der Schule von Cerisy, in welcher der ehemalige Lehrer von Cerisy, Francis Levavasseur, seinen Schülern die richtige Aussprache des Namens „Scharmede“ beibringen wollte. Aus der Schulklasse flog dabei eine Baskenmütze nach draußen und diese Baskenmütze durchlief viele Stationen, die zuvor in einzelnen Sequenzen zusammengestellt worden waren. Dieses Video brachte die Stimmung gleich auf Hochtouren. Der Musik gelang es, diese Hochstimmung durch den ganzen Abend zu tragen, die große Spielfreude war den Musikern anzumerken. In den Pausen wurde ein außerordentlich reichhaltiges und vielfältiges Buffet gereicht.
Der Sonntagmorgen begann mit dem Pflanzen eines „Baumes der Hoffnung“ im Garten der Abteikirche. Die Vorsitzenden der beiden Partnerschaftskomitees nahmen diese Aktion vor, die durch das Abspielen der Europa-Hymne abgeschlossen wurde. Danach ging es in die Abteikirche, in welcher ein Arbeitskreis eine Messe vorbereitet hatte, die durch die Musikkapelle Jugendlust begleitet wurde. Neben dem zuständigen Geistlichen Abbé Lambert und den Diakonen Malo Perrin und Christian Godard zelebrierte auch Pastor Rainer Vorsmann diese Messe mit. In seiner Predigt ging Diakon Perrin auf die Bedeutung des Elysee-Vertrages von 1963 ein, der ein neues Kapitel in den Beziehungen unserer beiden Länder aufgeschlagen hat, indem er die Versöhnung und Verständigung nach vorne gestellt hat. Nach der Messe trafen sich viele Freunde und Bekannte wieder und tauschten Neuigkeiten und Grüße aus. Abschließend ging es auf den zentralen Platz von Cerisy zu einem Gedenkstein, an welchem Blumengebinde niedergelegt wurden.
Bürgermeister Jean-Pierre Ledouit erinnerte dabei daran, dass der Abschluss des deutsch-französischen Vertrages durch De Gaulle und Adenauer ein historischer Moment gewesen sei. Er merkte an, dass das deutsch-französische Verhältnis, das einmal die Lokomotive Europas gewesen, nicht mehr so kraftvoll sei wie einst. Gleichwohl sei zu beobachten, dass Flüchtende immer noch hier Schutz suchen und nicht in Ländern wie China, Iran, Russland oder Nordkorea. Er rief dazu auf, im nächsten Jahr bei der Europa-Wahl solche Parteien zu wählen, die die besonderen Werte Europas verteidigen.
Bürgermeister Ullrich Berger aus Salzkotten betonte, dass Urkunden schnell unterschrieben seien, es aber etwas anders sei, sie mit Leben zu füllen. Die seit 50 Jahren gelebte Freundschaft zwischen Cerisy-la-Forêt und Scharmede sei auch ein Vorbild für die große Politik. Denn wenn auf Basis von Städtepartnerschaften tiefe Freundschaften entstehen, falle es Diktatoren immer schwerer, Kriege zu führen. Er bedankte sich ausdrücklich bei den beiden Partnerschaftskomitees für ihren Einsatz für den Frieden.
Der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Cerisy, Alain Ledoux, hob hervor, dass erst 28 Jahre vergehen mussten, bevor die Wunden und Verletzungen des Krieges soweit überwunden waren, dass zwei Männer mit einem großen Herzen es wagen konnten, ein brüderliches Band zwischen unseren Völkern zu weben. Für diesen Mut und Einsatz sei ein großes „Dankeschön, Merci“ auszusprechen.
Nach den ersten Reden lockerte die Musikkapelle aus Scharmede die Situation auf, bevor Rudolf Weinstock, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Scharmede, darauf verwies, dass der lange Zeit im Vordergrund stehende Hass zwischen den Völkern nunmehr durch Freundschaften abgelöst worden sei. Ferner erinnerte er daran, dass im Jahr 1973 beim Abschluss des Partnerschaftsvertrages Kriegsteilnehmer aus Scharmede und der damalige Bürgermeister von Cerisy, Lucien Godin, sich geschworen hätten: „Nie wieder Krieg“. Ein Schwur, der auch heute noch von großer Bedeutung sei.
Nicole Godard, Abgeordnete des Departements, wünschte der Partnerschaft ein gutes Wachstum, genauso, wie sie es dem Baum der Hoffnung wünschte, der zuvor gepflanzt worden war. Sie wünschte, dass Kinder später die Früchte des Baumes und der Partnerschaft ernten mögen.
Philippe Gosselin, Abgeordneter des Departements Manche, berichtete, dass er an diesem Morgen bereits eine Veranstaltung eines Infanterieregiments „Indian Head“ besucht habe, die an der Befreiung des Gebietes der Elle beteiligt war. Es sei aber besonders schön zu sehen, dass hier das 50jährige Bestehen einer Partnerschaft zwischen zwei Orten gefeiert werden könne und zu sehen, dass diese zu tiefen Freundschaften geführt habe.
Philippe Bas, Senator der des Departements Manche in Paris, hob hervor, dass auf der Grundlage der Idee der Verständigung, die General de Gaulle mit dem Kanzler Konrad Adenauer mit dem Elysee-Vertrag vereinbart hatte, Frieden und Freundschaft zwischen unseren Völkern entstanden sei. Wenn dieser Friede zwischen Völkern erarbeitet, bearbeitet und gepflegt werden, werden gleichzeitig Diktaturen verhindert.
Im Anschluss an die Reden überreichte Philippe Bas Herrn Francis Levavasseur die Medaille des Senats der Republik Frankreich und Philippe Gosselin Herrn Rudolf Weinstock eine Medaille der Nationalversammlung der Republik Frankreich, jeweils für ihre langjährigen Verdienste um die Partnerschaften.
Auf dem Weg zurück zum Teich der Mönche machte man einen Halt am Eingang der Avenue de Scharmede, an welcher ein zusätzliches Schild angebracht worden war mit dem Hinweis auf das 50jährige Bestehen der Partnerschaft sowie dem Satz von Friedrich Schiller: „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“
Beim gemeinsamen Essen am Teich der Mönche konnten dann Erinnerungen ausgetauscht werden, an einer Stellwand waren wichtige Stationen der Partnerschaft in Wort und Bild dokumentiert und in einer Fotobox konnten Erinnerungsfotos geschossen werden, die mit dem Logo des Jubiläums versehen wurden. Zum Abschluss des Nachmittags der Begegnung gab es in der voll besetzten Abteikirche noch ein Chorkonzert von den beiden Chören „La Suzannaise“ und “Le Choeur d’Elle“.
Am Montagmorgen ging es dann schon wieder zurück, nicht ohne ein Gruppenfoto vor er Abteikirche zu machen. Die Scharmeder waren überwältigt von der Herzlichkeit dieses Aufenthal


20. August Dorffest auf dem alten Sportplatz
Am Sonntag, dem 20. August findet von 10:30 – 18:00 Uhr auf dem alten Sportplatz in Scharmede ein Dorffest statt.
An dem von der Vereinsgemeinschaft Scharmede e.V. organisierten Fest beteiligen sich viele Scharmeder Vereine mit einem bunten Mix aus Mitmachaktionen und Vorführungen.
Jung und Alt – und auch insbesondere alle Neubürger in Scharmede – sind herzlich eingeladen.
SCC Scharmede organisiert Tenniscamp
Das erste Tenniscamp in Scharmede war ein voller Erfolg. Der SCC Scharmede organisierte für die Jugendspieler ein Tenniscamp. Zehn begeisterte Kinder und Jugendliche spielten vom 17.-21.07.2023 täglich auf der Tennisanlage in Scharmede. Der Trainer Rainer Roosen war begeistert von dem Eifer und der Spielfreude der Campteilnehmer.
Heiligenhäuschen und Bildstöcke in Scharmede- Teil 8: Heilige Familie
Es ist nach dem Ehrenmal die 2. Station der Fronleichnamsprozession.
Dieses Heiligenhäuschen aus rotem Backstein finden wir an der Wegkreuzung Rothe- /Stangenweg. Es wurde 1911 von Johann Koch im neugotischen Stil errichtet.
Auf der Platte am Sockel stehen die Initialen JMJ, für Jesus, Maria und Josef.
In der Nische befindet sich eine Gipsdarstellung der Heiligen Familie Josef und Maria mit dem stehenden Jesuskind.
Zur Prozession finden wir hier allerdings eine Holzdarstellung der Heiligen Familie auf Wanderschaft.
Die Verehrung der Heiligen Familie geht auf Papst Leo XIII. zurück. 1893 sollten Vereine der Heiligen Familie gegründet werden, um die christlichen Familien zu stärken.
Papst Benedikt XV. feierte am Sonntag nach dem Dreikönigsfest ein Fest, das dem Wiederauffinden Jesu im Tempel Jerusalems gedachte. Das wiederum geht auf LK 2,41-52 zurück: Jesus ging während einer Wallfahrt nach Jerusalem verloren und nachdem seine Eltern erst bei Bekannten und Verwandten suchten, fanden sie ihn im Tempel wieder.
Die Verehrung der Heiligen Familie erinnert uns an die Bedeutung der Familie als einen Ort der Geborgenheit.
Den Tag der Heiligen Familie feiern wir am 1. Sonntag nach dem 24. Dezember. Fällt dieser auf den 25. Dezember, feiern wir den Tag am 30. Dezember.
3. Kleiderbasar beim Kindergarten Glückspilze
Am Sonntag, 10. September von 14:00 bis 16:30 Uhr, ist es wieder soweit. Die Elternschaft der Kita Glückspilze veranstaltet zum 3. Mal einen Kleider- & Spielzeugbasar auf dem Gelände der Kita Glückspilze in Scharmede (Triftstraße 1). Schwangere dürfen gern bereits ab 13:30 Uhr vorbeischauen.
Es darf nach Herzenslust gestöbert, entdeckt und gekauft werden. Angeboten werden gebrauchte, gut erhaltene, saisonale Bekleidung, Babyausstattung, Spielzeug und vieles mehr rund um das Kind, mit Kaffee- und Kuchenverkauf.
Du willst selbst verkaufen?
Super – dann Standplatz anmelden bis zum 02.09.2023, Tisch und 10€ Standgebühr mitbringen und verkaufen!
Infos und Anmeldungen bitte an fv-glueckspilze.scharmede@gmx.de.
Der Erlös der Standgelder und des Kaffee- / Kuchenverkaufs geht an den Förderverein der Kita Glückspilze.
Die Veranstaltung findet im Freien statt. Bei schlechtem Wetter weichen wir in die Innenräume der Kita aus.
Das Team freut sich auf viel Besuch.
16. August 2023 Café Unperfekt
Das „Café Unperfekt“ öffnet wieder seine Türen. 
Am 16. August 2023 ist unser
„Café Unperfekt“
wieder von
von 15.00 – 17.00 Uhr
im Pfarrheim Scharmede
geöffnet
Hoppenhofstr. 2A
Wir freuen uns wieder auf viele Besucher!
Weitere Termine des Dorfcafés sind:
- 20. September
- 18. Oktober
- 15. November
- 20. Dezember
Bitte beachtet die Aushänge wegen eventueller Änderungen
Das Team des Café Unperfekt
Heiligenhäuschen und Bildstöcke in Scharmede- Teil 7: Fronleichnamsprozession
1904 erhielt Scharmede die Erlaubnis, eine eigene Fronleichnamsprozession abzuhalten. Entgegen der Peter- und- Paul- Prozession sollten sie nur im engen Kreis im Dorf abgehalten werden, aber wie allgemein üblich aus vier Stationen bestehen.
Am 2. Donnerstag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche Fronleichnam. Das Wort „Fronleichnam“ leitet sich vom mittelhochdeutschen „vrône lîcham“ für „des Herren Leib“ ab. Offiziell heißt der Festtag „Hochfest des Leibes und des Blutes Christi“. In festlichen Prozessionen wird in einer Monstranz der Leib Christi durch die Straßen getragen. Zum Ende des Osterfestkreises symbolisiert sie das Ziehen durch die Zeit und die Heimkehr der Kinder Gottes in das himmlische Jerusalem
Aus der Chronik der Kath. Kirchen-Gemeinde Scharmede 1904
„Man beteiligte sich allgemein an den Prozessionen, und als die erste
Fronleichnamsprozession gehalten wurde, überbot der eine den andern im
Ausschmücken der Häuser und Straßen. Große und kleine Geschenke wurden
gemacht, um den Gottesdienst zu verherrlichen, und so konnte bei der ersten
Fronleichnamsprozession außer manchen andern Sachen ein neuer Baldachin
benutzt werden, welchen der Gastwirt Konrad Wiehmeyer gestiftet hatte zum
Preise von 750 Mark. Zur Anerkennung an den Geschenkgeber waren an den
Seitenbehängen außer den Bildern der hl. Apostel Petrus und Paulus dessen
Namenspatron, der hl. Konrad, und die Namenspatronin seiner Frau, die hl.
Katharina angebracht. Bei dieser Gelegenheit wurde auch zum ersten Male eine
neue wertvolle Schwenkfahne getragen, ein Geschenk des Knechtes Heinrich
Röhren, das 450 Mark kostete. Die Fahne führt auf der Vorderseite das Bild der
unbefleckten Empfängnis und auf der Rückseite das Bild der hl. Agnes mit dem
Lamme, letzteres als Anerkennung für den Geschenkgeber, der lange Jahre beim
Vorsteher Alpmann als Schäfer in Stellung gewesen war und sich dabei seine
Ersparnisse gemacht hatte.
Im Kleinen ist auch noch das Bild des hl. Heinrich angebracht. Auch zwei hübsche
Traglaternen wurden zum ersten Male mitgeführt, von Franz Voß gespendet“
Seit 2010 findet die Fronleichnamsprozession im jährlichen Wechsel mit Thüle statt, in Scharmede wird sie immer in geraden Jahren begangen.
Interessant ist auch, dass der Ablauf der Prozessionen durchaus sportliche Fitness der ehrenamtlichen Prozessionshelfer abverlangt. Während des Prozessionszuges läuten auf dem Weg von einer Station zur nächsten Station die Kirchenglocken feierlich . Dieses Glockengeläut wäre ohne manuelle Bedienung der Glockenanlage gar nicht möglich.
Zur Erledigung dieser Aufgabe gehört nicht nur das Ein- und Ausschalten der elektrischen Läuteanlage, sondern auch die Feststellung, zu welchem Zeitpunkt
die Prozession an den jeweiligen Stationen ankommt und wann sich der Prozessionszug nach der Anbetung wieder zur nächsten Station fortsetzt.
Während der Prozessionen fährt der Prozessionshelfer mit seinem Fahrrad in die Nähe der jeweiligen Station, um festzustellen, wann der Prozessionszug dort ankommt. Dann geht’s mit dem Fahrrad flott wieder zur Sakristei, um dort die Glocken abzustellen. Viel Zeit bleibt jetzt nicht, denn mit sportlichem Elan muss nachgeschaut werden, wann die Anbetung an der Station beendet ist. Sobald der Prozessionszug wieder in Gang kommt, muss der Prozessionshelfer bereits wieder in der Sakristei sein, um die Glocken anzustellen.
Die jeweiligen Stationen müssen also zweimal inspiziert werden. Bei der Peter-
und Pauls-Prozession ist das abgepasste Läuten noch viel schwieriger, weil der
Prozessionsweg am früheren Dorfrand entlang geht und somit wesentlich länger
ist. Dadurch bedingt liegen die Stationen nicht mehr in Nähe der Kirche. Damit der Prozessionshelfer auch bei dieser Prozession das Geläut passend ein- und ausstellen kann, ist ihm seine Ehefrau behilflich.(Chronik Scharmede,2023)
Die Stationen der Fronleichnamsprozession sind
- Kriegerdenkmal
- Heilige Familie
- Heiliger Josef
- Herz Jesu