OSTERN IN SCHARMEDE

Film zum Friedenskonzert
Am 5.3.2023 um 16:00 Uhr fand in der Scharmede Kirche Peter und Paul ein Friedenskonzert statt.
In dem folgenden Film berichtet das Sälzer TV über dieses besondere Konzert.
19.02. 14:01 Rosensonntagsumzug
Liebe Jecken,
Infos zum Rosensonntagsumzug und unserem Karneval Verein „Karneval Blau Weiß 1974 e.V.“, findet ihr auf der Homepage des Karneval Vereins unter folgenden links:
Eintrag im Veranstaltungskalender
Bitte beachtet die allgemeinen Richtlinien
Wir wünschen Allen Scharmedern und Gästen,
einen fröhlichen Karneval,
Knolli Knolli Schabau
5.März 16:00 Uhr Friedenskonzert der Chor-AG der Grundschule Scharmede-Thüle und des Frauenchors „Auftakt“
Achtung: Terminverschiebung von 15:30 auf 16:00 Uhr

Pack mit an! Für dich. Für uns alle!
Was wäre unser Dorf ohne die Ehrenamtler/ innen?
Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Er wurde 1985 von der UN beschlossen.
Das Ehrenamt kann Einiges! Es unterstützt Mitmenschen im Alltag, gibt mir aber auch Gelegenheit, neue Tätigkeiten auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und Menschen kennenzulernen.
Dieses zeigt sich auch bei uns in Scharmede bei den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten u.a. in den Vereinen.
Wie belebend ihre Aktivitäten für die Dorfgemeinschaft sind, haben wir auch in den Zeiten der Corona Pandemie erlebt, die unserem Miteinander strenge Grenzen auferlegte und dann mit viel Kreativität doch einiges möglich war!
Ein weiteres Beispiel für ehrenamtliche Aktivitäten ist die Unterstützung von Migrantenfamilien.
Seit 2015 weist uns die Stadt Salzkotten Migranten zu, die vor allem aus einem anderen Kulturkreis geflüchtet sind und ohne deutsche Sprachkenntnisse sich mit der Alltagsgestaltung und der Bürokratie bei uns zurechtfinden müssen.
Zahlreiche Frauen und Männer aus unserem Dorf kümmern sich seitdem um das Einleben und Wohlergehen, bieten ehrenamtliche Sprachkurse an, machen Behördengänge, sind Begleitung zum Arzt, organisieren Begegnung und Freizeitgestaltung, übernehmen Patenschaften, schenken Möbel und Wäsche und mehr. Lassen wir einige beispielhaft zu Wort kommen:
Hallo Felicitas: „Welche persönlichen Stärken kannst du im Ehrenamt einbringen?“
Meine persönliche Stärke ist sicher der Deutschunterricht und auch die Hilfe bei den Ämtern. Das Organisieren von Dingen des täglichen Bedarfs wie Kleidung, Spielsachen, Fahrräder etc. gehört auch dazu. Ich bin auch bei der Suche nach einer Wohnung, Kitaplätzen und Schulanmeldungen behilflich. Es ist eine Rundumhilfe, um in Deutschland klarzukommen. Besonders schön ist es für mich zu erleben, dass es bei uns viele spendenfreudige Menschen gibt.
Hallo Konrad: „Was ist deine besondere Erfahrung bei der Begleitung von Geflüchteten?“
Als Mann bin ich sehr gern Ansprechpartner für geflüchtete Männer. Sie haben als Familienoberhaupt die Verantwortung für ihre Frau und die Kinder. Das sind oft rechtliche Fragen zum Aufenthalt bei uns, so dass ich sie zur Anwältin nach Paderborn fahre und sie dort sprachlich begleite.
Das Kennenlernen unserer Kultur, das Entdecken von Gemeinsamkeiten, ist mir auch wichtig für die Integration. Ich erinnere mich, dass ich mit zwei Männern nach Paderborn zum Freitagsgebet in die Moschee gegangen bin, das war für mich eine ganz neue Erfahrung.
Anschließend habe ich sie zu einer Messe in unsere katholische Kirche eingeladen. Das Fazit war: Die Geistlichen richten in beiden religiösen Kulturen in ihren Unterweisungen den Blick auf ein gutes und friedliches Miteinander.
Eine besondere Herausforderung ist die Suche nach einer beruflichen Tätigkeit. Auch wenn aus dem Herkunftsland besondere Qualifikationen mitgebracht werden, fehlt ihnen hier die Anerkennung.
So wird aus einer Lehrerin z.B. bei uns eine Kindergartenhelferin, die zunächst noch eine Ausbildung durchlaufen muss. Beruflich Fuß zu fassen, ist eine der ganz großen Herausforderungen für Migranten. Es ist aber ihr großer Wunsch, zum Unterhalt der Familie selbst beizutragen.
Hallo Elisabeth: „Was ist dein besonderes Erlebnis in der Begleitung einer Migrantenfamilie?“
„Für mich war dass Schönste immer diese ECHTE Dankbarkeit, wenn ich zu Besuch kam, wenn ich ihnen in der Schule oder bei Amts- und Arztbesuchen helfen konnte – einfach immer für sie da war. Mit Englisch, Händen, Füßen und vor allem Augen haben wir uns immer mitteilen können. Ein wunderschönes Gefühl für mich, wenigstens ein ganz kleines Stück Hilfe in ihrer schweren Zeit geben zu können.“
In Deutschland engagieren sich 31 Millionen Menschen freiwillig. Indem ich Verantwortung für andere übernehme, trage ich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei, dann kann soziale Integration gelingen.
Als Ortsvorsteherin sage ich DANKE für das vorbildliche Engagement, denn den Ehrenamtlern / innen gebührt unser Respekt!
Kalender 2023 ab sofort erhältlich
Liebe Scharmederinnen und Scharmeder,
wir freuen uns euch wieder ein besonderes Weihnachtsgeschenk anbieten zu können. Unser beliebter Scharmeder Heimatkalender ist ab sofort wieder bei folgenden Verkaufsstellen erhältlich. Eine besondere Gelegenheit zum Kauf des Kalenders gibt es bei der Adventsfeier des BHV morgen um 17:00 Uhr .
Der Kalender feiert in diesem Jahr zwei besondere Jubiläen.
Unsere Partnerschaft mit Cerisy-la-Forêt engagiert sich schon seit 50 Jahren für die Völkerverständigung.
Der Tambourcoprs bringt schon seit 100 Jahren Musik ins Dorf.
Vielen Dank an die Vereine für die schönen Fotos und Erinnerung an besondere Momente in unserem engagierten Dorf.
Wir bedanken uns auch besonders bei unseren Sponsoren.
Wie auch in den letzten Jahren enthält der Kalender viele Termine der Veranstaltungen unserer Vereine.
Trotzdem bleibt noch Platz für die eigenen Termine.
Wer sich noch mehr Platz wünscht oder sogar lieber einen richtigen Familienkalender hätte, darf sich gerne unter info.scharmede@web.de melden.
Bei ausreichendem Interesse werden wir es im nächsten Jahr gerne mit einem neuen Format probieren.
Trotz der allgemeinen Inflation kostet der Kalender nur 4,50 €.
Wir haben viele Kalender drucken lassen, trotzdem ist die Auflage limitiert, überlegt also nicht zu lange. 😉
Ihr bekommt den Kalender aktuell bei:
- Adventsfeier des BHV
- Bäckerei Grundmann
- Bäckerei Tewes
- Floristik Schlüter
- Hair & Home by Kerstin
- Volksbank Scharmede
Euer BHV Team wünscht eine schöne Adventszeit.
10 Jahre Frauenchor „Auftakt“ – Kaffee-Konzert zum Jubiläum
Ein Fest der Freude feierten die Sängerinnen des Scharmeder Frauenchores und luden zum Kaffee-Konzert ins BKM Forum ein. Bei selbstgebackenem Kuchen und duftendem Kaffee kamen die zahlreichen Gäste des Nachmittags schnell miteinander ins Gespräch. Ein musikalischer Querschnitt des Repertoires mit dem neuen und erfahrenen Chorleiter, Joachim Senft aus Paderborn, gab dann Einblicke in die Vielfalt des Chorgesangs. Erste weihnachtliche Lieder luden zum Mitsingen ein und besinnliche Kurzgeschichten und Gedichte stimmten auf die kommende adventliche Zeit ein. Seit Mai 2012 gibt es den Scharmeder Frauenchor, der in der Vergangenheit mit musikalischen Spaziergängen auf sich aufmerksam machte und in kleineren und größeren Konzerten sein Können zeigte. Die Initiatorin und Ortsvorsteherin, Gisela Buschmeier, dankte den Chorschwestern für ihren Durchhalte-Willen in den vergangenen Monaten der Coronazeit. Nur so sei das Fortbestehen des Frauenchores möglich gewesen und der kulturelle Beitrag zum dörflichen Miteinander als Bereicherung erhalten geblieben. Die zwanzig Sängerinnen aus Scharmede und den Nachbarorten treffen sich immer am Donnerstagabend im BKM Forum. Interessierte Frauen können jederzeit zum kostenlosen „Schnuppern“ für vier Wochen an der Chorprobe teilnehmen, immer donnerstags von 19 – 20.30 Uhr.
Ansprechpartnerin ist Gisela Buschmeier: Tel.: 05258 / 8208
Scharmeder Adventskalenderfenster

26.11. Wideyer Weihnachtsmarkt
Am 26.11. lädt der Verein „Kitzrettung Widey e.V.“ zum Wideyer Weihnachtsmarkt ein.

Volkstrauertag 20. 11. 2022, Ortsvorsteherin Gisela Buschmeier
Sehr geehrte Gäste der heutigen Gedenkfeier, liebe Scharmeder und Scharmederinnen, liebe Kameraden, Schützenbrüder, Musiker und Musikerinnen!

Heute stehen wir wieder hier am Ehrenmal, um der im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Männern aus unserem Dorf zu gedenken, aber auch dem Leid der Überlebenden, der Vertriebenen und Geflüchteten, das damit verbunden war.
Das Motto des heutigen Volkstrauertages lautet: Gemeinsam für den Frieden!
Was Frieden bedeutet, haben wir Nachkriegskinder nun schon zwei Generationen hintereinander erlebt. Frieden ist die Abwesenheit von Krieg.

Um dem Frieden mehr Stabilität nach dem grausamen Zweiten Weltkrieg zu geben, haben sich 1952 sechs europäische Staaten zu einer Wirtschafts-gemeinschaft zusammengeschlossen. Diese Gemeinschaft, inzwischen auf 28 Mitgliedsstaaten angewachsen, beschreibt die Ziele für ein friedliches Miteinander.
Die Werte, auf die sich diese Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte.
Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist jedoch über Nacht die Gewissheit über unsere Sicherheit und Friedensordnung zusammengebrochen.
Was Krieg bedeutet, ist den Älteren von uns sehr wohl bekannt. Wir wissen, welche Folgen ein Angriffskrieg hat, welch ein Zivilisationsbruch und welch ein Trauma damit verbunden sind.
Aus dem Zweiten Weltkrieg ruhen allein in der Ukraine an die 170 000 deutsche Kriegstote und mindestens genauso viele werden heute noch vermisst. Bei den sowjetischen Kriegstoten gehen die Zahlen in die Millionen. Viele ukrainische Frauen und Männer wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Was hatten sie hier zu leisten? Waren sie auch in Scharmede?
Natürlich! Einige mussten in der Landwirtschaft schwere Arbeit verrichten, darunter auch viele Frauen. Mir wurde berichtet von Frauen, die das Gleisbett der Reichsbahn in Scharmede zu bearbeiten hatten. Mit Schüppen und Jutestrümpfen an den Füßen standen sie unter Aufsicht eines bewaffneten Mannes zur Winterszeit an den Scharmeder Schienen.
Diese ukrainischen Frauen hatten auch Apfelbäume auf dem uns bekannten Ziegenberg zu pflanzen, dem aufgeschütteten Erdhügel am Delbrücker Weg.
Fünf Bäume, vom Alter der 80 Jahre geprägt, trugen auch in diesem trockenen Sommer wieder wunderschöne Äpfel.
Einen davon habe ich hier in der Hand!
Und heute: Heute können wir einigen aus der Ukraine geflüchteten Frauen, Kindern und Männern vorübergehend eine Wohnung in Scharmede bieten.
Wir können Pioniere und Pionierinnen eines Miteinanders sein, das unsere demokratische Grundordnung einfordert und im Grundgesetz verankert ist.
In unseren Bildungseinrichtungen sind wir präventiv tätig, machen Gewaltprävention in Sportvereinen und bieten professionelle Hilfen an.
Und doch, wenn wir den Blick weiten, erkennen wir, dass weltweit pausenlos Kriege geführt werden, dass mit kriegerischer Gewalt Politik gemacht wird, dass der Krieg sich kulturell verankert hat.
Täglich werden wir mit der Brutalität von Putin konfrontiert, sehen die furchtbare Gewalt gegen Frauen im Iran und sorgen uns um die Ein-Mann-Politik in China.
Diese toxische Männlichkeit trifft auf die positive Energie, die Männer und Frauen in demokratischen Staaten zeigen und leben können.
Wir sprechen von Friedenspolitik, gehen auf die Straße zum Demonstrieren, unterstützen Menschen in der Ukraine und treffen uns zu Friedenskongressen und Gebeten.
Der Dalai Lama hofft auf uns Frauen, als er 2009 beim Friedenskongress sagte:
„Die Welt wird durch die westliche Frau gerettet werden“! Das ist ein hoher Anspruch an uns Frauen!
Die Vereinten Nationen rufen Gott um Hilfe: „Damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen können.“
Wir wissen, dass nur im Frieden zwischen den Geschlechtern und den Religionen, im Dialog auf Augenhöhe, mehr Balance in unserem Miteinander sein wird!
Die Mitwirkung daran ist unsere gesellschaftsrelevante Aufgabe auch hier in unserem Dorf, hier in Scharmede!
Der Apfel kann uns ein Symbol sein, uns erinnern, was damals vor 80 Jahren ukrainische Frauen unter widrigen Umständen für uns geleistet haben.
Der Apfel macht deutlich, dass nur im Zusammenspiel von Himmel und Erde wunderbare Früchte entstehen, die uns nähren und stärken.
Wir stehen in der Verantwortung für unsere nachfolgenden Generationen. Wir können daran positiv mitwirken, so wie der Liedermacher Reinhard Mey es in seinem Song zur Geburt seines ersten Kindes besingt: Darin heißt es:
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz
Sieh dich um, nun bist du ein Teil der Welt,
die sich selbst immerfort in Frage stellt
Wo Menschen ihren Lebensraum zerstör`n
Beharrlich jede Warnung überhörn
Ein Ort der Kriege, ein Ort voller Leid
Wo Menschen nichts mehr fehlt, als Menschlichkeit
Es sind in einer Welt, die ziel- und ratlos treibt
Die Kinder doch die einz`ge Hoffnung, die uns bleibt
Wenn alle Hoffnungen verdorr`n
Mit dir beginn ich ganz von vorn
Und Unerreichbares erreichen, ja ich kann`s
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz!
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen friedlichen Volkstrauertag!!